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Vorsicht,
heiß –
Die
Johanniter geben Erste-Hilfe-Tipps, damit das Grillvergnügen
ungetrübt bleibt
Hannover.
Ob Bratwurst, Steak oder Gemüsespieß – Grillen gehört für
die meisten Menschen zu den
beliebtesten
Freizeitbeschäftigungen an lauen Sommerabenden. Wohin man
schaut, überall glüht die
Holzkohle - auf dem Balkon, im Garten, im Park, am Strand.
Doch das Vergnügen ist nicht ganz
ungefährlich: Jährlich verletzen sich mehrere tausend
Menschen beim leichtsinnigen Umgang mit dem
Feuer. Das fröhliche Essen findet dann ein jähes Ende.
Stichflammen oder Verpuffungen entstehen zum Beispiel, wenn
ungeduldige Grill-Meister Spiritus auf
die glühenden Kohlen gießen. Schwere Brandblasen ziehen
sich aber auch hungrige Esser zu, die das
Fleisch statt mit der Grillzange mit den Händen vom Rost
nehmen oder versehentlich in die Glut
greifen.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. gibt Tipps für die Erste
Hilfe bei Brandverletzungen,
damit
der Grillabend nicht auf der Intensivstation endet.
„Als
Faustregel gilt: Bei Verbrennungen im Gesicht, an den Händen
oder den Genitalien sofort den
Rettungsdienst rufen", empfiehlt Kersten Enke,
Institutsleiter der Johanniter-Akademie Hannover.
Auch bei Verletzungen, die größer sind als ein Handteller,
sollte man auf jeden Fall professionelle
Hilfe rufen. Seit über 30 Jahren ist Enke in der
Rettungsdienstausbildung tätig und weiß, dass in
der
Grillsaison viele Unfälle passieren.
„Brandwunden
sofort und maximal zehn Minuten kühlen, möglichst mit fließendem,
handwarmem Wasser. Im
Gesicht nur mit feuchten Tüchern behandeln. Wenn der
Schmerz nachlässt, das Kühlen unterbrechen
bevor es dem Betroffenen unangenehm wird oder Kältezittern
als Anzeichen beginnender Unterkühlung
einsetzt. Nicht kühlen, wenn die verbrannte Körperoberfläche
bei Erwachsenen größer als zwei
DIN-A-4-Seiten
ist“, so Enke.
Besonders
Kinder, die sich in der Nähe des Grilles aufhalten, sind
gefährdet. Aufgrund ihrer
Körpergröße
befindet sich der Grillrost und die Befeuerung oft in Kopfhöhe,
so dass Flammen sie im
Gesicht schwer verletzen können – im Ernstfall sofort 112
anrufen.
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sicher
durch die Grillsaison
Wenn
die Kleidung einer Person durch Stichflammen Feuer gefangen
hat, ist schnelles Handeln
lebensrettend:
Mit einer Decke können die Flammen erstickt werden,
alternativ sollten die Helfer die
betroffene Person auf dem Boden hin- und her wälzen und sie
mit Wasser übergießen. Vorsicht beim
Verwenden von Feuerlöschern: Die Düse darf auf keinen Fall
auf das Gesicht des Verletzten gerichtet
sein. Eine weitere Gefahr droht bei schweren, großflächigen
Verbrennungen und bei
Gesichtsverbrennungen: Atem- und Kreislaufstörungen sind
oft die Folge.
Infos zu Erste-Hilfe-Kursen gebührenfrei unter der
Servicenummer 0800 0019214.
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